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WK Wien: Lehrlingszahlen stabil trotz schwieriger Wirtschaftslage

© Shoeib Abolhassani/Unsplash

Wiens Betriebe bilden um knapp ein Prozent mehr Lehrlinge aus als vor einem Jahr –1.150 Lehrlinge mehr als vor fünf Jahren –WK Wien-Präsident Ruck: Ausbilden attraktiver machen, um die Zahl der Lehrbetriebe zu steigern.

Trotz schwieriger Wirtschaftslage bleibt die Zahl der Lehrlinge in der Bundeshauptstadt stabil, wie die aktuellen Zahlen der Wirtschaftskammer Wien zeigen. Ende März bildeten die Wiener Lehrbetriebe 14.220 Nachwuchskräfte aus, das ist ein Plus von knapp einem Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Positiv auch die längerfristige Entwicklung: Es gibt heute in Wiens Betrieben um 1.150 Lehrlinge mehr als vor fünf Jahren, das ist ein Anstieg von 8,8 Prozent.

Nach Berufen betrachtet, gibt es gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Lehrlinge etwa in der Metalltechnik (319 Lehrlinge, +10,8 %), der Betriebslogistik (108 Lehrlinge; +10,2 %), bei Hotel- und Gastgewerbeassistenten (386 Lehrlinge; +5,5 %), in der Elektrotechnik (1.228 Lehrlinge, +5,3 %), der Kfz-Technik (821 Lehrlinge; +4,9 %) und in der Informationstechnologie (418 Lehrlinge, +4,8 %). Aber auch Berufe mit geringeren Lehrlingszahlen verzeichnen teils kräftige Zuwächse, etwa der Lehrberuf Personaldienstleistung (42 Lehrlinge, +44,8 %), die Gleisbautechnik (48 Lehrlinge; +50 %) oder auch die Rauchfangkehrer (36 Lehrlinge, + 9,1 %).


Lehre als Schlüssel zur Zukunftssicherung

„Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat der Wiener Wirtschaft. Genau deshalb ist die Lehrlingsausbildung so wichtig - sie bringt den Betrieben qualifizierte Fachkräfte und hilft, dem Fachkräftemangel die Stirn zu bieten. Wer heute in Nachwuchs investiert, sichert Wiens wirtschaftliche Stärke von morgen", sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

„Lehrbetriebe leisten wichtige Arbeit mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz", betont Ruck. Umso wichtiger sei es, sie bürokratisch und finanziell zu entlasten, etwa über die Refundierung der Kommunalsteuer für Lehrlingsentgelte und eine Reduktion der statistischen Meldepflichten für Lehrlinge. „Die Hürde zum Ausbilden muss niedriger werden. Nur so gelingt es, dass noch mehr Betriebe in die duale Ausbildung einsteigen", so der WK Wien-Präsident. 

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